Tag der Solidarität – Solidarität statt Schlussstrich!

03.04. Onlinetalk mit Caro Keller von NSUwatch über den Prozess zum Mord an Walter Lübcke, die Kontinuitäten des Rechtsterrors und seine Spuren nach Dortmund

 

2006 wurde der bei vielen beliebte Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık von Neonazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) in seinem Kiosk in der Dortmunder Mallinckrodtstraße erschossen. Am 4. April jährt sich dieser Mord nun zum 15. Mal. Neben der Gedenkkundgebung am 4. April gibt es einige weitere Veranstaltungen. Unter anderem laden wir am 3. April um 18 Uhr zu einem Online-Talk mit Caro Keller von NSU Watch über den Mord an Walter Lübcke, den NSU-Komplex und die Spuren des Rechtsterrorismus, die auch nach Dortmund führen.
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Jeder Tag ist Frauen*kampftag – Aktionswoche ab 1. März

Vor dem Bildschirm, auf der Straße

Bereits seit mehr als 100 Jahren ist der 8. März internationaler Frauen*kampftag. Bereits seit mehr
als 100 Jahren nutzen Menschen diesen Tag, um auf die Diskriminierung hinzuweisen, welche
Frauen* tagtäglich widerfährt. Auch wenn in diesen 100 Jahren schon viel geschafft wurde, so ist
der Kampf noch nicht vorbei. Das Queer-feministische Referat, das Autonome Behinderten Referat und das Team Diversität des AStA der TU Dortmund haben für dieses Jahr eine einwöchige Frauen*kampfwoche auf die Beine gestellt, welche im internationalen Frauen*kampftag gipfelt. Das ganze Programm findet ihr u.a. auf den Seiten des AStA der TU Dortmund.

Ein Jahr nach Hanau

Kundgebung am 19. Februar: „Kein Vergeben, kein Vergessen, gemeinsam gegen Rassismus“ & Zoom-Talk

Am 19. Februar wird der rassistische und rechtsterroristische Anschlag in Hanau ein Jahr her sein.Neun junge Menschen ermordete er aus rassistischen Motiven, anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Auch ein Jahr nach dem Anschlag gibt es viele Fragen ohne Antworten, keinerlei Aufklärung und Konsequenzen. Gemeinsam mit der DIDF Jugend Dortmund und vielen anderen Organisationen rufen wir am 19. Februar um 18 Uhr zur Kundgebung an der Reinoldikirche in Dortmund auf. Am 16. Februar gibt es außerdem einen Vortrag der DIDF Jugend Dortmund zum Anschlag und dem Kampf gegen Rechtsterrorismus und Rassismus.

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„Now you see me Moria“ – Plakataktion zum Valentinstag

Es ist eine andere Valentins-Aktion, die sich Geflüchtete in Moria ausgedacht haben: Unter „Now you see me Moria“ haben Designer:innen Fotografien aus dem Refugee Camp an der Europäischen Außengrenze zu Plakaten gemacht. Eine Auswahl haben „Seebrücke Dortmund“ und das Forum gegen Rassismus in den letzten Tagen im Dortmunder Stadtgebiet verteilt – und rufen zur Nachahmung auf.

Der Fotograf Amir H.Z. aus Afghanistan, der im vergangenen Sommer in Moria leben musste, fotografierte das Leben im Lager während des Corona-Ausbruchs dort. Die Fotografin Noemí entdeckte seine Fotos auf Facebook, nahm Kontakt auf – so entstand auf Instagram das gemeinsame Projekt „Now you see me Moria“ (@now_you_see_me_moria). Seit Herbst sind auch Qutaiba aus Syrien und Ali aus Afghanistan Teil des Projekts. Continue reading „Now you see me Moria“ – Plakataktion zum Valentinstag

6 Monate nach Hanau – Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Update: Heute Abend wurde die Demonstration in Hanau vom Oberbürgermeister der Stadt wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen untersagt. Durch die späte Absage wurde den Organisator*innen die Möglichkeit genommen, die Entscheidungen rechtlich anzufechten. Die Initiative 19. Februar bedauert diese Entscheidung, möchte ihr aber Folge leisten und sagt die Mobilisierung nach Hanau ab. Trotzdem soll es ein Gedenken geben. „Wir werden die Kundgebung streamen und das ganze Land soll sie hören“, teilt die Initiative mit.

Auch wir wollten nach Hanau fahren und unserer Wut über den Anschlag und unserer Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen Ausdruck verleihen.
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, stattdessen morgen (Samstag, 22.8.2020) eine Demonstration in Dortmund abzuhalten und im Anschluss den die Kundgebung aus Hanau zu streamen. „Auch in Zeiten einer Pandemie sehen wir es als unsere Pflicht, gegen Rassismus auf die Straße zu gehen“, erklärt Hannah Straub, Pressesprecherin der Demo-Organisation. „Denn für die Betroffenen rechten Terrors ist dieser weiterhin Realität. Sie nicht allein zu lassen ist einer der wichtigsten Schlüsse, die wir als Gesellschaft aus Hanau und den vielen anderen rechten, rassistischen und antisemitischen Gewaltakten ziehen müssen. Hanau war kein Einzelfall und die Aufarbeitung muss weiterhin auf der Tagesordnung stehen. Diese Botschaft wollen wir morgen auf die Straße tragen – egal ob in Hanau oder in Dortmund.“

Startpunkt der Demonstration ist um 13 Uhr am Platz der alten Synagoge.

Aufgrund der steigenden Coronainfektionszahlen möchten wir alle Teilnehmenden der Demonstration daran erinnern, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ausreichende Abstände einzuhalten und umsichtig zu sein.

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Kontinuitätslinien – Rechter Terror in Deutschland

In diesem Monat jährt sich der Mord an Thomas Schulz zum 15. Mal. Am 28. März 2005 wurde er vom Neonazi Sven Kahlin erstochen, weil er rechte Pöbeleien nicht unwidersprochen lassen wollte. Zu seinem Todestag wird daher in Dortmund eine antifaschistische Demonstration gegen rechte Gewalt stattfinden. Eine Veranstaltungsreihe widmet sich außerdem der Kontinuität und Verdrängung rechter Gewalt und dem Umgang damit. Die Reihe startet am 12. März: Dann sprechen Caro Keller und Robert Andreasch über Rechten Terror in Deutschland.

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Klimawandel und Rassismus

Vortrag & Diskussion mit Felix Riedel

(c) Jeff Attaway@flickr.com (CC-2.0)

 

 

 

 

am 20. Januar um 18 Uhr
im AStA-Seminarraum, Emil-Figge-Straße 50
TU Dortmund

Mit der Expansion der weißen Gesellschaften in die neue Welt und nach Afrika nahm der Kapitalismus Fahrt auf. Der „Dreieckshandel“ mit Sklaven, Rohstoffen und billigen Handelswaren legte die Grundlage für die Besitzverhältnisse der folgenden Jahrhunderte: Ein industrialisierter und damit reicher Norden tritt fortan einem rohstoffreichen, aber agrarisch geprägten Süden gegenüber. Auch nachdem offizielle Gleichheit vor dem Recht herrscht gehen die einen als notorische Gewinner und die anderen als dauernde Verlierer aus dem täglichen Warentausch hervor. Continue reading Klimawandel und Rassismus

Oury Jalloh – Vortrag und Gedenken

Veranstaltung anlässlich des 15. Todestags von Oury Jalloh am 7. Januar 2005

am 15. Januar 2020
um 18 Uhr
AStA-Seminarraum, Emil-Figge-Straße 50
TU Dortmund

Am 7. Januar 2005 wurde Oury Jalloh von Polizeibeamten rechtswidrig in Gewahrsam genommen, körperlich misshandelt und verbrannt. Polizei, Justiz und Politik verweigern die Aufklärung und erklären offiziell, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet habe!

Gegen diese Lügen gab es von Anfang an Widerstand. Seit nunmehr 15 Jahren erbringt die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh Fakten und Beweise, die belegen, dass Oury sich nicht selbst angezündet haben kann. Diese Aufklärungsarbeit wird von staatlichen Behörden bis hin zur Bundesanwaltschaft boykottiert und seitens der sachsen-anhaltinischen Polizei und Justiz mit massiver Repression überzogen. Continue reading Oury Jalloh – Vortrag und Gedenken

Kein Schlussstrich unter den NSU

Gestern (11. Juli) fand an den Dortmunder Katharinentreppen eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Schlussstrich unter den NSU“ statt. Ein Jahr ist das Urteil im Münchener NSU-Prozess nun her. Noch immer herrscht Wut über das aus Sicht vieler Hinterbliebener unzureichende Verfahren und offene Fragen. Darum hat das Bündnis „Tag der Solidarität | Kein Schlussstrich Dortmund“ eine Kundgebung an den Dortmunder Katharinentreppen veranstaltet. Mit einer Wanderausstellung und einer Audioinstallation mit Statements von Angehörigen der NSU-Opfer hat das Bündnis ihre Perspektiven sichtbar gemacht und Forderungen angebracht: „Es darf keinen Schlussstrich unter den NSU geben“, fordert Marie Kemper, Pressesprecherin des Bündnisses. „Der Prozess ist nun ein Jahr vorüber, aber die Kritik am Rassismus und der Untätigkeit der Behörden bleibt, genauso wie die blinden Flecken, die der Prozess gelassen hat.“ Continue reading Kein Schlussstrich unter den NSU

„IUVENTA“ im IBZ

Iuventa Schiff Seenotrettung

Im Herbst 2015 gründete eine Gruppe junger Menschen die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfundingkampagne sammeln sie Geld, kaufen einen umgebauten Fischkutter und starten mit ihm ins Mittelmeer. Die bewegende Geschichte des Schiffes hat der Regisseur Michael Cinque verfilmt. Gemeinsam mit der Seebrücke Dortmund, dem AStA der TU Dortmund Jugend rettet und „Grenzenlose Wärme“ zeigen wir den Film am MIttwoch, 10. Juli, im Internationalen Begegnungszentrum am Campus der TU Dortmund. <!–more–>

Cinque begleitete die Crew, als sie sich Schiffen anderer NGOs, der italienischen Küstenwache und der Marine anschloss und als sie im August 2017, nachdem sie bereits 14.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet hatte, in Lampedusa festgesetzt und beschlagnahmt wurde. Herausgekommen ist ein Film über die Festung Europa, Menschen, die die gefährliche Flucht über das Wasser antreten und Menschen, die versuchen, Leben zu retten.

IUVENTA
Sonderscreening & Diskussion
*am Mittwoch, 10. Juli, 18 Uhr*
im IBZ, Emil-Figge-Straße 59
TU Dortmund, Campus Nord